Europa

Mehr Zeit zum Angeln: Norwegische Kommune will 26-Stunden-Tag einführen

Eine Kommune im Norden Norwegens hat bei der Europäischen Kommission die Genehmigung für eine neue Zeitzone beantragt, in der der Tag 26 Stunden haben soll. Der ungewöhnliche Plan soll neue Einwohner in die Region locken.
Mehr Zeit zum Angeln: Norwegische Kommune will 26-Stunden-Tag einführenQuelle: Gettyimages.ru © NurPhoto

Wie Politico berichtet, hat die Kommune Vadsø an die Europäische Kommission appelliert, die Einrichtung einer Zeitzone mit einem 26-Stunden-Tag zu genehmigen.

Der Brief stammt von Wenche Pedersen, Bürgermeisterin der Gemeinde Vadsø. Mit dem Projekt "MER Time" ("mehr Zeit") will die Region einen einzigartigen Lebensstil fördern, indem sie den Menschen motiviert, mehr Zeit mit Aktivitäten wie Angeln, Jagen oder dem Erlernen neuer Sprachen zu verbringen. "Was ist das Schönste am Leben hier? Es ist die Zeit", sagt Pedersen.

Mit der Verlängerung hofft sie, mehr Menschen für die abgelegene Region oberhalb des Polarkreises zu begeistern. Angesichts des Krieges in der Ukraine sei es wichtiger denn je, die Besiedlung der Region zu sichern.

Wie die neue Zeitzone funktionieren soll, weiß Pedersen allerdings nicht genau. "Wir haben nicht viel darüber nachgedacht", sagt sie. "Ich glaube nicht, dass die EU-Kommission diesem Vorschlag zustimmen wird, deshalb haben wir noch nicht alle Details ausgearbeitet."

Norwegen gehört nicht zur EU, ist aber Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums. Ein Sprecher der Kommission sagte, dass es Sache der Länder sei, selbst über Zeitzonen zu entscheiden. Es sei unwahrscheinlich, dass die EU dem Wunsch der Region nachkommen könne. Dennoch hofft Pedersen, mit ihrer Initiative zumindest die Einzigartigkeit der nördlichen Regionen Norwegens bekannt zu machen. 

Mehr zum Thema - Einstein hat Recht behalten: Forschern gelingt erstmals "Zeitreise"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.