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Duma-Abgeordneter erklärt, was zu Entscheidungszentren in Kiew gehört

Der Duma-Abgeordnete Andrei Kartapolow erklärte, dass die Werchowna Rada nicht das Entscheidungszentrum sei, da die ukrainischen Abgeordneten weder die Truppen kontrollierten noch über Ort und Zeitpunkt von Angriffen entschieden. Dasselbe gelte für das Büro von Wladimir Selenskij.
Duma-Abgeordneter erklärt, was zu Entscheidungszentren in Kiew gehörtQuelle: Sputnik © Maxim Blinow

Weder die Werchowna Rada noch das ukrainische Präsidialamt gehörten zu den Entscheidungszentren in Kiew. Dies erklärte Andrei Kartapolow, der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Verteidigung, in einem Gespräch mit der russischen Zeitung Parlamentskaja Gaseta.

"In diesem Fall sind mit Entscheidungszentren unterirdische und geschützte Kommandostellen der Streitkräfte der Ukraine, ihrer Truppengattungen, Verbände, möglicherweise anderer Sicherheitsstrukturen sowie staatlicher Verwaltungsstrukturen gemeint. Man muss jedoch verstehen, dass sie sich nicht im Zentrum von Kiew befinden. Es handelt sich um versteckte, gut befestigte Stellungen. Und unsere Aufgabe besteht darin, sie aufzuspüren und mit den uns zur Verfügung stehenden Waffen aufzudecken."         

Er merkte an, dass die Werchowna Rada kein Entscheidungszentrum sei, weil die ukrainischen Abgeordneten die Streitkräfte des Landes nicht kontrollierten. Darüber hinaus bestimmten sie nicht, wo und wann zugeschlagen werde, was man auch über das Büro von Wladimir Selenskij sagen könne. Kartapolow weiter: 

"Wir verstehen doch alle, dass Selenskij dort nicht auftaucht. Er sitzt in einem Bunker. Und in seinem Büro sind zwei Sicherheitsleute und fünf Putzfrauen. Macht es Sinn, teure Munition auf einen Ort zu verschwenden, der im Grunde genommen leer ist?"

Auf die Frage, ob Selenskij das Ziel der Angriffe sein könnte, antwortete Kartapolow, dass dies nur der russische Oberbefehlshaber Wladimir Putin bestimme. "Deswegen möchte ich mich in dieser Frage nicht auf Spekulationen einlassen", fügte er hinzu. Russlands systematische Angriffe würden so lange andauern, bis Moskau eine "klare Änderung in der offiziellen Position der ukrainischen Führung" und derer Bereitschaft sieht, "sich an den Verhandlungstisch zu setzen" und Russlands Bedingungen "bedingungslos zu akzeptieren", so Kartapolow.

Am Montag, dem 25. Mai, veröffentlichte das russische Außenministerium eine Stellungnahme, in der es betonte, der Angriff der ukrainischen Armee auf Starobelsk in der LVR habe "das Maß der Geduld" übervoll gemacht. Laut dieser Erklärung beginnen die russischen Streitkräfte nunmehr mit systematischen Angriffen auf Objekte des militärisch-industriellen Komplexes in Kiew sowie auf Entscheidungszentren und Kommandostellen.

Mehr zum Thema - "Maß der Geduld ist voll": Moskau kündigt systematische Angriffe auf militärische Ziele in Kiew an

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