
Moldawiens Botschafter ins russische Außenministerium einbestellt

Am Freitag hat das russische Außenministerium den moldawischen Botschafter in Moskau, Lilian Darii, einbestellt und ihm nach dem Festhalten russischer diplomatischer Kuriere am Flughafen von Chișinău "einen entschiedenen Protest" übermittelt. Dies geht aus einer Erklärung der russischen Behörde hervor.
"Der Botschafter der Republik Moldau in der Russischen Föderation, Lilian Darii, wurde ins russische Außenministerium einbestellt, wo ihm ein entschiedener Protest übermittelt und eine Verbalnote übergeben wurde, und zwar im Zusammenhang mit einem groben Verstoß der moldawischen Seite gegen grundlegende Bestimmungen des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen von 1961."
Laut dem Außenamt seien die russischen diplomatischen Kuriere am Donnerstag für einige Stunden am Flughafen der moldawischen Hauptstadt festgehalten worden. Wie es heißt, hätten die moldawischen Behörden die Überprüfung der diplomatischen Post verlangt und außerdem die Mitarbeiter des russischen Außenministeriums aufgefordert, ihre Mobiltelefone "freiwillig" abzugeben. Darüber hinaus wurde ihnen die Möglichkeit verweigert, konsularische Unterstützung von russischen Botschaftsvertretern zu erhalten.
"Der moldawische Botschafter in Moskau, L. Darii, wurde auf einen groben Verstoß gegen Artikel 27 des Wiener Übereinkommens von 1961 hingewiesen, wonach diplomatische Kuriere 'persönliche Unverletzlichkeit genießen und keiner Festnahme oder Inhaftierung in irgendeiner Form unterliegen'", hieß es weiter in der Stellungnahme des russischen Außenministeriums. Zudem dürfe die diplomatische Post "weder geöffnet noch zurückgehalten werden".

Die diplomatischen Kuriere konnten nach Moldawien nicht einreisen, obwohl sie die moldawische Seite vor ihrer Ankunft benachrichtigt hatten. Sie kehrten nach Russland zurück.
Am Donnerstag hat die russische Botschaft in Moldawien als Reaktion auf das Festhalten der diplomatischen Kuriere Protest wegen eines "groben Verstoßes gegen grundlegende Normen des Völkerrechts" eingelegt, wie die Pressestelle der diplomatischen Vertretung auf Telegram mitteilte.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die diplomatischen Kuriere des russischen Außenministeriums am Flughafen "mehrere Stunden lang festgehalten" worden waren. Die Botschaft merkte zudem an, dass Chișinău auf diese Weise erneut "den normalen Arbeitsablauf der Botschaft absichtlich behindert".
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