
Rubio: Ukraine greift Öltanker an, die mit den USA in Verbindung stehen

Washington sei besorgt darüber, dass mit den USA verbundene Öltanker von den ukrainischen Streitkräften angegriffen worden seien und dies nicht weitergehen könne, sagte US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag. "Was uns jedoch Sorge bereitet, ist, dass in den vergangenen Monaten mehrfach Schiffe mit Verbindungen zu den USA sowie US-amerikanische Öllieferungen von der Ukraine ins Visier genommen wurden. Wahrscheinlich nicht absichtlich, aber dennoch gezielt. Das ist etwas, das geklärt werden muss. So etwas darf nicht passieren", sagte er Fox News. Der Großteil des jüngsten Ölpreisanstiegs hänge mit dem Schwarzen Meer, der Ukraine und Russland sowie mit dem Jemen und den Huthi-Rebellen zusammen, fügte Rubio hinzu.
Im Juli waren mehrere Öltanker in der Nähe des Terminals des Kaspischen-Pipeline-Konsortiums (CPC) in der russischen Schwarzmeerhafenstadt Noworossijsk den ukrainischen Drohnenangriffen ausgesetzt gewesen.
Beim CPC handelt es sich um ein internationales Ölpipelinesystem, über das Erdöl aus kasachischen Lagerstätten durch russisches Territorium zu einem Ölterminal bei Noworossijsk transportiert wird. Zu den Anteilseignern des CPC gehören russische und kasachische Unternehmen sowie große internationale Ölkonzerne, darunter die US-amerikanischen Unternehmen Chevron und ExxonMobil. Nach Angaben der Zeitung The Financial Times hält Chevron 50 Prozent an Tengiz, dem größten Ölfeld in Kasachstan, während Exxon 25 Prozent besitze.

Am 17. Juli war der von ExxonMobil gecharterte Tanker Nordic Zenith nahe des CPC-Terminals bei Noworossijsk von zwei Drohnen angegriffen worden. An Bord des Schiffes war ein Feuer ausgebrochen. Zwei Tage später wurden die Tanker Asia und Nissos Ios während der Ölverladung am CPC-Terminal von Drohnen attackiert.
Am 24. Juli forderte das Weiße Haus Kiew auf, Angriffe auf nicht-russische Schiffe im Schwarzen Meer einzustellen. Die Forderung erfolgte, nachdem sich das Unternehmen Chevron an die US-Behörden gewandt hatte, um seine Aktivitäten in Kasachstan zu schützen.
Am 8. August berichtete Bloomberg unter Berufung auf einen US-Beamten, dass Kiew der US-Forderung zugestimmt habe, keine Objekte des CPC im Schwarzen Meer anzugreifen. Wie es heißt, habe sich die Ukraine verpflichtet, die CPC-Infrastruktur und Schiffe, die das Terminal in Noworossijsk anlaufen, nicht anzugreifen, es sei denn, sie stehen in Verbindung mit Russland, unterliegen ukrainischen Sanktionen oder transportieren russische Güter.
Am 12. August teilte die Financial Times mit, dass die Ukraine nach einer Aufforderung von US-Vizepräsident JD Vance die Drohnenangriffe auf Öltanker eingestellt habe. Washington sei alarmiert, dass Kiew durch diese Attacken die Ölmärkte weiter destabilisieren und US-Unternehmen schädigen würde, so das Blatt. Nach Angaben der Zeitung hat Vance den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in einem Telefonat aufgefordert, die Attacken einzustellen.
Russland hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf die Öltanker ebenfalls verurteilt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass Moskau diese Attacken nicht nur als einen Angriff auf Russland und Kasachstan, sondern auch auf die USA betrachte, weil sich unter den Aktionären des CPC auch US-Unternehmen befinden. Peskow bezeichnete diese Aktionen Kiews zudem als Energieterrorismus.
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