
Sacharowa: Wadephuls Treffen mit Lawrow sollte Merz' Image aufpolieren

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul habe aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland das Treffen mit Russlands Außenminister Sergei Lawrow initiiert, teilte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes der Russischen Föderation, Maria Sacharowa, der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit:
"Wadephul hatte Gespräche mit Lawrow erbeten, um diplomatische Aktivität zu demonstrieren und Merz' sinkende Beliebtheitswerte zu verbessern."
Besagte Gespräche zwischen den beiden Ministern fanden am 26. September 2026 am Rande der 81. UN-Generalversammlung statt – auf Initiative Berlins – und dauerten etwa 20 Minuten. Russlands Außenministerium zufolge erörterten die Parteien die Lage in der Ukraine und die bilateralen Beziehungen.
Wadephul bekräftigte in diesen Fragen die offizielle Position Deutschlands; Lawrow selbst merkte später denn auch an, dass er bei dem Treffen mit dem deutschen Diplomaten nichts Neues gehört habe. Er habe den Eindruck gewonnen, dass Wadephul von Russland Zugeständnisse im Ukraine-Konflikt erwarte.

Lawrows voriges Treffen mit einem deutschen Außenminister liegt mittlerweile vier Jahre zurück: Damals, im Januar 2022, besuchte Annalena Baerbock in dieser Funktion Moskau.
Im September 2026 verlor die CDU unter Bundeskanzler Friedrich Merz die Landtagswahlen in gleich drei Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt.
The Economist zufolge befindet sich Merz nach dieser Reihe von Misserfolgen in einer wackligeren Lage denn je, und bei der US-Nachrichtenagentur Bloomberg ist man der Ansicht, dass sein möglicher Rücktritt Deutschlands Image als Stabilitätsanker auf dem europäischen Kontinent weiter schädigen würde.
Mehr zum Thema – Lawrow: Europas Angstmacherei um Krieg mit Russland ist "selbsterfüllende Prophezeiung"
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.